HYGIENE

EMPFEHLUNGEN ZUM HYGIENEKONZEPT

Veranstaltungen können grundsätzlich im Rahmen der publizierten Regeln der Bundesländer durchgeführt werden, wenn sichergestellt werden kann, dass während der gesamten Dauer einer Veranstaltung (Aufbau, Durchführung, Abbau) alle involvierten und anwesenden Personen (Veranstaltungsbesucher sowie alle im Rahmen der Veranstaltung beschäftigten Dienstleister, Mitarbeiter, Künstler) nachweislich nicht ansteckend mit COVID-19 sind bzw. bereits eine Immunität erlangt haben.

Für alle Veranstaltungen ist grundsätzlich eine manipulationssichere Teilnehmerliste („Teilnehmermanagement“ und „Mitarbeiterakkreditierung“) inkl. der Erfassung der Anwesenheits- und der Arbeitszeiten zu führen. Eine lückenlose und datenschutzkonforme Nachverfolgung wird sichergestellt und bei Bedarf den Behörden zur Verfügung gestellt. Ergänzend dazu gelten weiterhin die zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen und bekannten Hygienevorschriften, die im Rahmen mit COVID-19 seitens des RKI herausgegeben werden. Zudem muss sichergestellt werden, dass Veranstaltungen die durchgeführt werden, ergänzende Regelungen zur Einhaltung von Mindestabständen und von zusätzlichen
Hygienekonzepten eingehalten werden.

Ein Hygienekonzept wird von GALL und dem Kunden erstellt, und den Behörden vorgelegt. Hierzu bedarf es einer dokumentierten Risikoanalyse des Veranstalters, welche auf einem in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Institut zu erstellenden, allgemeinen Hygienekonzept aufbaut. Die Anzahl der teilnehmenden Gäste, bemisst sich aus den allgemeinen Bestimmungen, die vom jeweiligen Bundesland gefordert sind. Die Basis-Reproduktionsrate ist eine Bestimmungsgröße, die im Hygienekonzept zu berücksichtigen ist.

Standardmäßig werden Mundschutz und Handschuhe an alle Teilnehmer bei Veranstaltungsbeginn ausgegeben. Desinfektionsmittel stehen bereit zur Reinigung aller eingesetzten Geräte. Zur Sicherstellung, dass Beteiligte nicht ansteckend sind, gilt der schriftliche Nachweis von Immunität oder der Nachweis, dass keine akute Erkrankung vorliegt. Vor Ort kann ein Test (Schnelltest) durchgeführt werden, der als Nachweis dient. Dieser Schnelltest erfolgt nach vorheriger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Der Test ist freiwillig; sofern ein Veranstaltungsbesucher bzw. ein beschäftigter Dienstleister, Mitarbeiter, Künstler den Test nicht durchführt, kann kein Zutritt zum Veranstaltungsort gestattet werden. Der Schutz personenbezogener Daten wird sichergestellt.

Türen zu den jeweiligen Räumlichkeiten innerhalb des Veranstaltungsortes sind, soweit zulässig, offen zu halten. Türklinken, Handläufe bei Treppenanlagen, häufige genutzte Oberflächen (Mobiliar, Tische, Tresen, Toiletten, insbesondere Toilettenspülung, Wasserhähne etc.) sind regelmäßig (mehrmals stündlich) zu reinigen und zu desinfizieren. Wo möglich ist eine temporäre Versiegelung von hochfrequentierten Oberflächen (Handläufe, Garderoben- und Akkreditierungscounter, Besuchermobiliar etc.) mit geeigneten Mitteln vorzunehmen. An sämtlichen Zu- und Ausgängen des Veranstaltungsortes sind Spender mit Desinfektionsmittel gut sichtbar zu installieren. Darüber hinaus sind individuell mind. 1 Spender pro 50 Besucher an neuralgischen Stellen innerhalb des Veranstaltungsortes vorzuhalten. In den Toilettenanlagen sind ebenfalls ausreichend Spender mit Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen.

Für Sonderflächen sind zusätzliche Abstandsregelungen und Maßnahmen am Veranstaltungsort zu treffen. Diese haben wir zusammengefasst:

  • Zugang, Einlass, Akkreditierung, Garderobe: Es sind geeignete Methoden zur Zugangssteuerung durch Ordnungspersonal und/oder Einrichtungen (z.B. Bodenmarkierungen, Raumtrenner, Personenvereinzelungssysteme,
    Ampelsysteme) vorzuhalten, um den Mindestabstand von 1,5m zu jeder Zeit zu gewährleisten.
  • Vortrags- und Cateringbereiche: Zusätzlich zu geeigneten Bestuhlungsplänen ist in Bereichen, in denen es zu Schlangenbildungen kommen kann (z.B. Zugang zu Vortrag oder Cateringstation) durch Personal und Einrichtungen (z.B. Bodenmarkierungen, Absperrbänder) der Mindestabstand zu gewährleisten und zu kontrollieren.
  • Sanitäranlagen: Der Zugang zu Sanitäranlagen muss durch Personal und/oder Einrichtungen (z.B. Bodenmarkierungen, Schranken- oder Ampelsysteme, Pull-Prinzipe) derart gesteuert werden, sodass der Mindestabstand von 1,5m innerhalb der Sanitäranlagen zu jederzeit gewährleistet werden kann. Innerhalb der Sanitäranlagen sind WC-Kabinen, Urinale und Waschbecken derart zu reduzieren, dass der Mindestabstand ebenfalls gewährleistet werden kann.

Allgemein gilt zudem am Veranstaltungsort für alle Flächen:

  • Für Veranstaltungen müssen nach gültigen Vorschriften entsprechende Veranstaltungspläne (Bestuhlungspläne) erstellt werden, die den zuständigen Behörden zur Abstimmung vorgelegt werden.
  • Der Veranstaltungsort ist, sofern möglich, in Zonen (oder Räume) zu unterteilen, um eine kontrollierte Verteilung der Besucher zu erreichen. Hierzu ist ein Konzept für das Besucherstrommanagement zu entwickeln,
    um Flächenüberlastungen, Staus oder eine hohe Personendichte zu vermeiden (z.B. mittels Pull- oder Heijunka-Prinzip). Der Zugang zu den Zonen muss kontrolliert werden. Sitzplatzanweiser unterstützen das kontrollierte Befüllen und Entleeren von Sitzbereichen.
  • Eine Kapazitätsplanung im Vorfeld kann hierbei unterstützen (Vorabanmeldung für einzelne Vorträge) ebenso der Einsatz von u.a.: Akkreditierungs-, Zugangskontrollsysteme, anonyme Temperaturmess- und
    Gast-pro-Fläche-Messsysteme, Vereinzelungssysteme vor Zu- und Ausgängen oder Infosysteme bei Flächenüberlastung.
  • Zusätzlich zu geeigneten Bestuhlungsplänen ist in Bereichen, in denen es zu Schlangenbildungen kommen kann (z.B. Zugang zum Vortrag, Eingänge etc.) durch Personal und Einrichtungen (z.B. Bodenmarkierungen, Absperrbänder) der Mindestabstand zu gewährleisten und zu kontrollieren. Getrennte Ein- und Ausgänge sind anzustreben. Diese sind ausreichend zu kennzeichnen.
  • Die Abstandsregelungen müssen während der gesamten Dauer der Veranstaltung (Aufbau, Veranstaltung, Abbau) für alle involvierten und anwesenden Personen (Veranstaltungsbesucher sowie alle im Rahmen der Veranstaltung beschäftigten Dienstleister, Mitarbeiter, Künstler) durch zuständiges Personal gewährleistet und kontrolliert werden.

Die Anzahl der gleichzeitig tätigen Personen innerhalb des Veranstaltungsortes wird durch eine Entzerrung bereits während der Auf- und Abbauarbeiten sowie durch Bildung kleinerer Arbeitsgruppen mit zeitlich fest definierten Arbeitsbereichen reduziert. Durch eine Erfassung aller Mitwirkenden der verschiedenen Gewerke im Vorfeld sowie der lückenlosen zeitlichen Erfassung der An- und Abwesenheiten am Veranstaltungsort müssen jederzeit alle an der Veranstaltung beteiligten Personen samt Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten auch im Nachgang der Veranstaltung den Gesundheitsbehörden zugänglich gemacht werden können. Eine Einweisung in die am Veranstaltungsort eingebrachten Hygieneschutzmaßnahmen, erforderlichen Verhaltensregeln sowie in Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner wird – vor Ort in schriftlicher und visueller Form (barrierefrei) im Vorfeld sowie beim Betreten des Veranstaltungsortes – gewährleistet.

Bei öffentlichem Nahverkehr oder Individualtransfers (Bahn, Flugverkehr, ÖPNV, Taxi und Shuttlebusse) sind die jeweiligen geltenden Richtlinien zu beachten. Fahrtgemeinschaften sind hier zu vermeiden. Bei Shuttlebussen sind maximale Kapazitäten (Hygienekonzepte der Transportgesellschaften) und ein Mindestabstand einzuhalten. Ein- und Ausstiege sind getrennt voneinander zu planen und feste Laufwegrichtungen zu definieren. Ausreichend große Wartebereiche zum Einhalten der Mindestabstände sind vorzusehen.

Für die Veranstaltung muss zusätzlich ein umfassendes Hygienekonzept auf Basis der für den Betrieb gültigen ISO-Normen oder des vorhandenen HACCP-Konzeptes durch eine Fachkraft erstellt werden. Folgende Punkte sind hierbei zu erfüllen:

  • Anwesenheit eines Hygienebeauftragten (analog SiGeKo-Beauftragter) während der gesamten Veranstaltung.
  • Erstellung eines zusätzlichen Veranstaltungs-Hygienestandardplanes auf HACCP-Basis.
  • Monitoring und Evaluation der Einhaltung des Veranstaltungs-Hygienestandardplanes und der Management-Prozess-Abläufe vor, während und nach der Veranstaltung.

Bei der Programmgestaltung und im Veranstaltungsablauf ist bereits zu berücksichtigen, dass Nahbegegnungen reduziert werden müssen (Podium, Bühnenkünstler). Bereits in der Konzeptionsphase sind Raum- und Bühnenmaße auf ausreichende Sicherheitsabstände zu prüfen. Auf Showbühnen und sonstigen Präsentationsbereichen müssen Stell- und Fluchtpläne, Laufwege etc. mit ausreichenden Abständen geplant werden. Sicherheitsabstände sind hier auch jederzeit zu gewährleisten.

Durch den Einsatz eines Hygienebeauftragten wird ein hoher Hygienestandard nach einem zu erstellenden HACCP-Konzept und den für den jeweiligen Betrieb gültigen ISO-Normen sichergestellt:

  • Speisen und Getränke werden vorportioniert und verschlossen angeboten. Bei offenen Speisen sind Spuckschutzwände einzusetzen, der Mund-Nasen-Schutz anzuwenden sowie Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Ansonsten ist nur die Ausgabe versiegelter Speisen möglich. Selbstbedienung ist
    ausgeschlossen.

Einhaltung der Abstandsregeln während des Essens:

  • Es sind dezentrale Ausgabestellen einzuplanen, um einer zu hohen Personendichte entgegenzuwirken. Wenn dies räumlich nicht möglich ist, ist nur Tischservice zulässig.
  • Die Bestuhlung ist derart auszuführen, dass während des Essens der Mindestabstand gewährleistet ist.

Umgang mit Cateringequipment:

  • Wiederverwendbare Geschirr- und Besteckteile sowie Gläser und weiteres Cateringequipment müssen grundsätzlich in Hochtemperaturspülanlagen (> 70°C) aufbereitet werden.
  • Handgeschirrspülbecken sind unzulässig:
  • Beim Transport und der Lagerung wird eine Kontamination durch geeignete Verpackung ausgeschlossen.
  • Selbstbedienungsstationen sind nur für einzeln verpackte Geschirr- und Besteckteile zulässig.

Catering Personal:

  • Alle Mitarbeiter im Bereich Catering müssen regelmäßig zu allen nötigen zusätzlichen Hygienemaßnahmen geschult werden. Das regelmäßige Händewaschen und -desinfizieren muss eingeplant und koordiniert werden.
    Mitarbeiter, die offene Speisen oder Getränke zubereiten, anrichten oder ausgeben, müssen ihren Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch im Küchenbereich ist eine Orientierung an den Mindestabstandsregeln erforderlich.

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